Andrea Schramm
Deutschland, 21 min
Weltpremiere

Eine raue Wand, ein kalter Raum und ein räumliches Gefüge, das sich mit jedem Bild verändert und uns in eine Wohnung führt, die einst voller Leben war. Porträts an den Wänden, kleine Gegenstände in den Regalen, Erinnerungen an ein gemeinsames Leben und Fenster, die zu verlassenen Strassen gehen – alles ist mit höchster Präzision gefilmt. In dieser Kulisse aus wechselndem Licht konstruiert Regisseurin Andrea Schramm mit eindrucksvollen Schwarz-Weiss-Aufnahmen eine persönliche Geschichte der Trauer. Aufbauend auf einem Zusammenschnitt von Telefongesprächen mit ihrer Mutter deutet der Film zurückhaltend die Emotionen und den Schmerz an, die der Verlust eines geliebten Menschen ausgelöst haben, während es aufgrund der Ausgangsbeschränkungen unmöglich war, zu begleiten und das Leid gemeinsam durchzustehen. Die Tonarbeit unterstreicht die Singularität des leeren Raums und verstärkt die gefühlte Einsamkeit der Trauernden. So wird die Entstehung des Films selbst zu einem wesentlichen Teil der Trauer und eines Prozesses, der einige Monate später in der Rückkehr der Regisseurin in diese plötzlich leere, von der Abwesenheit des Vaters erfüllte Wohnung gipfelt.
Javier Martín

Trailer

Durée
21 min
Année
2020
Pays
Deutschland
Sektion
Internationaler Wettbewerb Mittellange & Kurzfilme
Première
Weltpremiere
Sprache
Deutsch
Untertitel
Englisch, Französisch
Produktion
Schramm AndreaSCHRAMM MATTHES FILM
Verkaufskontakte
Andrea SchrammSCHRAMM MATTHES FILMandrea@schramm-matthes-film.de+491782692626

Internationaler Wettbewerb Mittellange & Kurzfilme

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