Jan Ijäs
Finnland, 30 min
Première Internationale

Im Oktober 2018 geht Herr K. nach Istanbul in die Botschaft, um eine Scheidungsurkunde zu erhalten, denn er will sich mit Frau C. wieder verheiraten. Nachdem er das Gebäude betreten hat, verschwindet er für immer. Der aus (gefälschten?) Found Footage-Aufnahmen zusammengesetzte Film Belgrade Forest Incident… rekonstruiert akribisch den makabren und mysteriösen Fall der Ermordung des Journalisten und Dissidenten Jamal Khashoggi, in einem perversen filmischen Aufbau, erzählt von der finnischen Song-Writerin Rebecca Clamp, von der man schwören könnte, dass sie von der BBC abgeworben wurde. Als Teil eines umfassenderen Projekts über den Begriff des Abfalls ist dieses neue Werk von Jan Ijäs eine atemlose filmische Untersuchung, die auf einem Zeitungsartikel basiert. Nach On the Art of Set Design (VdR 2019), der die Schriften von Kim Jong Il über die filmische Inszenierung mit einer Montage «touristischer» Bilder von Nordkorea kombinierte, vermengt der finnische Filmemacher mit der für ihn typischen Präzision erneut zwei Materialquellen – Text und Bilder, die sich der Darstellung widersetzen – zu einer kraftvollen Erzählung.

Emilie Bujès

Durée
30 min
Année
2020
Pays
Finnland
Sektion
Internationaler Wettbewerb Mittellange & Kurzfilme
Première
Première Internationale
Sprache
Englisch
Untertitel
Französisch
Produktion
Jan IjäsRaina Film Festival Distribution
Verkaufskontakte
Andrew NortonRaina Film Festival Distributionandy@rainafilms.com+358449706841

Internationaler Wettbewerb Mittellange & Kurzfilme

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