Isabella Rinaldi
Belgien, Kroatien, Norwegen, Litauen | 2021 | 52 min
Première Internationale
Sprachen : Serbisch, Englisch
Untertiteln : Englisch, Französisch

Ein mondäner Empfang, Gäste in Anzügen, eine steife Atmosphäre. Vít Jedlička preist die selbsternannte Mikronation Liberland und möchte dort wirtschaftliche, touristische und rechtliche Geschäfte entwickeln. Dennoch ist der Ort abstrakt, man kann ihn nicht besuchen. An diesem Abend ertönt die Hymne von Liberland, eine gekünstelt klingende Melodie zwischen nationalistischer Lyrik und Seifenoper. Eine Einleitung, die bereits den zweideutigen, von grimmiger Ironie geprägten Tonfall andeutet. Der Film fliesst an den üppigen und versandeten Ufern der Donau entlang. Mehrere Figuren, darunter zwei Kommunisten, versuchen, in dieses Fantasieland zu gelangen, um ein ultraliberales Territorium „ohne Armee, ohne Polizei” zu geniessen oder um dessen Paradoxien aufzuzeigen. Der Gedanke an das serbische Kino von Emir Kusturica drängt sich auf, an seine exzentrischen, vom Profit besessenen Charaktere, die ins Burleske gleiten. Mit beissendem Humor geht es der Doppelmoral von Menschen an den Kragen, die die europäischen Grenzspannungen und aktuelle Konflikte ausnutzen, um ein imaginäres und korruptes Reich zu errichten.

William Le Personnic

 
2022, Liberland
2019, A Rifle and a Bag
2017, Underground Release
2015, One More Round
2014, Guelras
2013, Meta Librino

Trailer

Buch
Isabella RinaldiFrederik Nicolai
Kamera
Thomas Szacka-MarierJordan Vanschel
Ton
Rune HansenGoran KulićJean-François Levillain
Schnitt
Bram RabaeyTom Denoyette
Musik
Frédéric Vercheval
Produktion
Frederik NicolaiOff WorldLjubo ZdjelarevićKinotekaLukas TrimonisIn ScriptKarl Emil RikardsenRelation04 Media
Vertrieb
Valentin Romero3Box Mediavalentin@3boxmedia.com+49176 61922397

Internationaler Wettbewerb Mittellange & Kurzfilme

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