Ilja Stahl
Deutschland, Südafrika | 2017 | 58 min
Première Internationale
Sprachen : Englisch, Zulu
Untertiteln : Englisch, Französisch

Hillbrow, ein von hohen Gebäuden übersätes Quartier Johannesburgs, das Tebogo und Karabo als Spielplatz dient, und dessen Betonlandschaft vom unablässigen Klanggewirr der Strassen widerhallt, ist ein übervölkerter Vorort, wo das Leben nicht viel wert ist. Die beiden Freunde, beide knapp fünfzehn, haben an Schule wenig Interesse, werden von ihren alleinerziehenden Müttern, mit denen sie in Konflikt stehen, weitgehend sich selbst überlassen und verbringen den Sommer damit, der Langeweile so gut wie möglich zu entgehen. Wenn sie sich nicht unter die Banden der Älteren mischen, die in Parkhäusern tanzen oder in die urbane Hölle aufbrechen, scheinen sie vom Dach ihres Hauses aus über die Stadt zu wachen. Wie einer der beiden vor der Kamera spasshalber sagt, sieht man von hier aus «ganz Afrika», im nächsten Atemzug erzählt er, wie am Vortag drei Kinder direkt unten vor dem Haus starben, als sie bei einem Autorennen von Autos erfasst wurden. Mit Touching Concrete zeigt Ilja Stahl die gewaltgeprägte Welt von Jugendlichen, die sich nichts sehnlicher wünschen, als die drohend über ihrer Zukunft hängenden Wolken zum Besten zu halten und der Willkür zu entkommen, in die sie hineingeboren wurden.

Emmanuel Chicon

Trailer

Produktion
Jakob D. WeydemannJonas WeydemannUte Dilger
Vertrieb
Jakob D. Weydemannjakob@weydemannbros.com+490 67928270

Internationaler Wettbewerb Mittellange & Kurzfilme

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