Eléonor Gilbert
Frankreich | 2018 | 54 min
Weltpremiere
Sprache : Französisch
Untertitel : Englisch

Ein Kiefernwald, eine uralte Angst und dunkle Erinnerungen an ein Märchen, das ausser seinem Namen nichts Kindliches hat: das Märchen von Blaubart, dem Mörder seiner Ehefrauen. So beginnt Hôtel Echo und kündigt weitere Geschichten an, die unter der Wirkung eines aufmerksamen Blickes aus der Erinnerung auftauchen und mit Märchen nichts zu tun haben. Der Ort der Beobachtung? Ein Wachturm auf einem Berg der Ardèche, auf dem zwei Frauen nach ausbrechenden Feuern Ausschau halten. Ein paar Landkarten, Ferngläser, ein Geodreieck – ihre Werkzeuge sind so einfach wie das Gerät von Eléonor Gilbert, die die Idee einer möglichen inneren Wache erforscht. Mit dem so geschärften Blick erinnert sich die Erzählerin-Wächterin an vergessene, verdrängte Geschichten, Geschichten von häuslich genannter Gewalt, deren Zeichen so schwer ans Tageslicht zu befördern sind. Könnte man einen idealen Beobachtungsort finden, um sie zu erkennen? Einen Satz einfacher Werkzeuge und ein gemeinsames Vokabular, um darüber zu sprechen? Sie bietet uns einen mehr denn je notwendigen Versuch an, eine Übung zur Zähmung des Blicks, die auch die Zuschauer in die Position von Wächtern versetzt.

Céline Guénot

Produktion
Raphaël Pillosio
Vertrieb
Emeline Bonnardetatelierdocumentaire@yahoo.fr+33951352808

Internationaler Wettbewerb Mittellange & Kurzfilme

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