Le Paradis des enfants

Nissane Coulibaly
Belgien, Burkina Faso, 43 min
Weltpremiere

Ein Mann kehrt nach Bamako zurück, in die Stadt seiner Kindheit, und nimmt in den Strassen das wie ein Schatten in der Nacht fliehende Gesicht seines früheren Selbst wahr: ein verlorenes Kind. Seine Stimme verschmilzt wie ein Echo mit den Stimmen der Kinder auf der Strasse. Eine Strasse die dieselbe Geschichte wiederholt, wie ein unausweichliches Schicksal, das seinen Körper durch die Zeit hindurch markiert. Der Film verfolgt den Alltag von Modibo, einem dieser von allen vergessenen Kinder, die das Strassenlabyrinth der Märkte bevölkern, betteln bis sie Jugendliche sind und dann zu Dieben, Bandenchefs und Beschützern einer neuen Generation von Waisenkindern werden. Wie der Held einer epischen Sage erzählt Modibo die lange Reise, die er unternommen hat, um die grosse Stadt zu erreichen, die ständige Gewalt, die Angst, die Unmöglichkeit, in das Haus der Familie zurückzukehren, wo ihn niemanden mehr willkommen möchte. Die Stimme der verlorenen Kinder klingt wie das Echo einer Trauerfeier, die vom ungerechtesten allen Elends zeugt, sich aber auch als ein Akt des Widerstands Gehör verschafft. Denn diese Kinder wollen unser Mitleid nicht mehr. Denn diese Kinder sind fähig, auch in der dunkelsten Nacht zu träumen. Eine Geschichte über die Kraft des Überlebens. Ein Lied der Hoffnung. 

Elena López Riera

Durée
43 min
Année
2019
Pays
Belgien, Burkina Faso
Sektionen
Films W/O World Sales
Internationaler Wettbewerb Mittellange & Kurzfilme
Première
Weltpremiere
Sprachen
Bambara-Sprache, Fulfulde
Untertitelen
Französisch, Englisch
Produktion
Simon Coulibaly GillardArnold Grojean
Verkaufskontakte
Simon Gillardsimon.gillard@insas.be+33661389915

Internationaler Wettbewerb Mittellange & Kurzfilme

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