Noch einmal

Mario Pfeifer
Deutschland | 2019 | 38 min
Weltpremiere
Sprachen : Deutsch, Kurdisch, Englisch, Spanisch
Untertiteln : Englisch, Französisch

Sein Name war Schabas Saleh Al-Aziz und kam aus dem Irak. Er war 21 Jahre alt, litt an Epilepsie und psychischen Störungen und wurde in einem Wald in der ehemaligen DDR erfroren gefunden. Einige Zeit vor seinem Tod war er Gegenstand heftiger Debatten gewesen, als er während eines gewalttätigen Vorfalls in einem Supermarkt von vier Männern an einen Baum gefesselt wurde –für die einen Helden, für die anderen selbsternannte, von Rassismus angetriebene Bürgerwehrler. Dieses Ereignis will Mario Pfeifer bis ins letzte Detail im Studio nachbauen. Er beruft sich auf die Codes von Fernseh-Talkshows, Actionfilmen und inszenierten Gerichtsverhandlungen, lässt alle zu Wort kommen und macht das Kino zu einem Prozess, der nie stattgefunden hat, da der für denFall zuständige Richter sich weigerte, in dem Fall zu ermitteln. Es fehlt noch das Geschworenengericht. Es wird aus zehn Männern und Frauen bestehen, deren einzige Gemeinsamkeit darin besteht, dass auch sie ihr Land verlassen haben, um sich in Deutschland niederzulassen. Ein notwendiger und zeitgemässer Film von gnadenloser Schärfe. 

Céline Guénot

Trailer

Produktion
Mario PfeiferOliver ThauMario Pfeifer
Vertrieb
Mario Pfeiferinfo@blackboardfilms.info+49+17678305426

Internationaler Wettbewerb Mittellange & Kurzfilme

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