Quelques jours ensemble

Stéphane Breton
Frankreich, 90 min
Weltpremiere

Eine lange Reise in einem überhitzten Waggon dritter Klasse eines Zuges, der mit der Geschwindigkeit eines galoppierenden Pferdes durch den russischen Winter fährt. Eine Zufallsbekanntschaft vom gegenüberliegenden Liegewagenplatz – ein ehemaliger Panzerfahrer der Roten Armee – wird zum Kommentator von Dingen und Menschen. Die unwahrscheinlichsten Figuren steigen ein und aus, machen Brotzeit, schwätzen, träumen, schnarchen und erzählen von ihrem in die Brüche gegangenen Leben. Der Ethnologe und Filmemacher Stéphane Breton filmt wie immer auf Augenhöhe und aus der richtigen Entfernung. Er ist nicht da, um «von», sondern um «mit» zu sprechen. Im Rhythmus der Umgebung ist seine Kamera abwechselnd ruhig oder lebendig und verliert sich schliesslich in den Erzählungen, Gesten, Gesichtern und Augen. Anekdoten werden zu Geständnissen. Die Erinnerung breitet sich im Waggon aus und nimmt die von der Gegenwart leer gelassenen Plätze ein. Und der Zug fährt weiter durch Schnee, Kälte und grauen Nebel ... Ein unendlicher Film, in dem die russische Seele zwischen Kurzlebigkeit und Unendlichkeit alle Facetten zeigt.

Luciano Barisone

Durée
90 min
Année
2014
Pays
Frankreich
Sektion
Internationaler Wettbewerb – Langfilme
Première
Weltpremiere
Sprachen
Russisch, Englisch, Usbekisch, Französisch
Untertitelen
Englisch, Französisch
Produktion
Serge LalouMartine Saada
Verkaufskontakte
Céline Païnicourrier@lesfilmsdici.fr+33144522323

Internationaler Wettbewerb – Langfilme

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