Café (Cantos de humo)

Hatuey Viveros Lavielle
Mexiko, 80 min

Umgeben vom mexikanischen Regenwald lebt Jorge mit seiner Familie im Dorf Cuetzalan. An der lokalen Universität ist er der erste Jurastudent mit indigenen Wurzeln. Und er hofft, der erste Anwalt der Region zu werden, der die Rechte des Volks der Náhuatl vertritt. Seine 16-jährige schwangere Schwester denkt darüber nach, ihre Schulausbildung abzubrechen und alleinerziehende Mutter zu werden. Beim Reinigen und Rösten von Kaffeebohnen tauschen sich die Familienmitglieder über die Schwierigkeiten ihres Alltags aus. Der bereits verstorbene Vater ist in Gedanken immer dabei. Bilder vom Jahrestag seines Todes am Anfang und am Ende des Films zeugen von seiner noch spürbaren machtvollen Präsenz. Mit seiner Freude an Details und Dialogen entwickelt der Regisseur eine eigene Filmsprache, die das Gleichgewicht zwischen Erzählung und Betrachtung wahrt. Mit respektvollem, intimem Blick zeigt er die uralten Rituale, die den Alltag dieser Náhuatl Familie prägen. Ihre Kultur ist seit Jahrhunderten Gegenstand von Diskriminierung und Unterdrückung. Doch nun haben sie die Aussicht, ihren rechtmässigen Platz in der modernen Gesellschaft einfordern zu können.

Manuela Ruggeri

Durée
80 min
Année
2014
Pays
Mexiko
Sektion
Internationaler Wettbewerb – Langfilme
Sprache
Spanisch
Untertitel
Englisch, Französisch
Produktion
Hatuey Viveros LavielleCarlos Hernández Vázquez
Verkaufskontakte
Lisa Gervassimercaint@imcine.gob.mx

Internationaler Wettbewerb – Langfilme

→ Tous les films