Les tourmentes

Pierre-Yves Vandeweerd
Belgien, Frankreich, 77 min
Weltpremiere

Der Anfang vom Ende. Apokalyptisch. Sein oder gewesen sein. Eigentümliche Bilder vom Mont Lozère. Weisse Schafherden im Winter in Begleitung einer geheimnisvollen Figur, die auch der Tod sein könnte. Menhire streben in den Himmel. Wilde Natur, die Stille gebietet. Kaum hörbare Stimmen, in sich zurückgezogen. Eine Autorität ist spürbar, präsent durch eine die Norm begründende medizinische Abhandlung. Die Körper sind in einer namen- und geschichtslosen Unendlichkeit erstarrt. Blut fliesst über den Stein. Für die Gesundheit der Welt. Die Irregeleiteten erwachen wieder zum Leben, werden benannt. Für immer in einem Massengrab verloren, tauchen die Insassen von Saint-Alban aus der Versenkung auf – nicht alptraumartig, sondern durch die Wirkung eines mitfühlenden Blicks. Einmal mehr gibt Pierre-Yves Vandeweerd den Wortlosen das Wort. In seinen Filmen ist zugleich alles und nichts verloren. Aus dem Prinzip des Verschwindens wird die Kunst des Wachrufens. T. S. Eliot schrieb: “Gentile or jew / O you who turn the wheel and look to windward / Consider Phlebas, who was once handsome and tall as you.”

Luciano Barisone

Durée
77 min
Année
2014
Pays
Belgien, Frankreich
Sektion
Internationaler Wettbewerb – Langfilme
Première
Weltpremiere
Sprache
Französisch
Untertitel
Englisch
Produktion
Michel DavidAnne DeligneDaniel De Valck
Verkaufskontakte
Michel David+33143870054

Internationaler Wettbewerb – Langfilme

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