Cláudia Varejão
Portugal, Japan, Schweiz | 2016 | 113 min
Weltpremiere
Sprache : Japanisch
Untertiteln : Englisch, Französisch

An einem abgelegenen Ort in Japan lebt eine Gemeinschaft von Fischerinnen in harmonischer Fortführung ihrer Traditionen. Jeden Tag tauchen die Ama-San ohne Taucherflasche ins Meer, um Algen, Krustentiere und Muscheln zu sammeln, die sie verzehren oder verkaufen. Sie sind zwischen 50 und 85 Jahre alt ... Wie ohne Transfiguration von einer fast ausgelöschten Tätigkeit erzählen? Magische, mit im Bild schwebender Emotion gefüllte Sequenzen ziehen sich durch den Film: die Tauchgänge und ihre rituelle Vorbereitung, die Routinen in den Familien, die Feste der kleinen Gemeinschaft, Karaoke … Nicht selten entsteht der Eindruck, dass die Zeit stillsteht und man einen Film von Ozu sieht. Die fast traumartigen Sequenzen der Tauchgänge schliessen an Szenen an, die in ein warmes Licht getaucht sind und das Leben der Familien und der Gemeinschaft beschreiben. Dem drei Generationen umfassenden Langfilm, der eine scheinbar von jeglicher Form von Konflikt befreite Welt und eine mögliche Daseinsform von Glück – die Finalität allen menschlichen Strebens – zeigt, entströmt eine Form der vollendeten Harmonie.

Figuren aus einer anderen Zeit in einem Film, der vor Modernität strahlt.

Luciano Barisone

Trailer

Produktion
João MatosVadim JendreykoSRF SRG SSR
Vertrieb
João Matosjoao.matos@terratreme.pt+351212415754

Internationaler Wettbewerb – Langfilme

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