194. Nahna, wlad al moukhayyam

Samer Salameh
Syrien, Libanon, 90 min
Weltpremiere

Samer ist in Syrien im grössten palästinensischen Flüchtlingslager des Mittleren Ostens aufgewachsen. Als in Damaskus 2011 die Revolution ausbricht, ist er gezwungen, sich der palästinensischen Befreiungsarmee in Syrien anzuschliessen. Er beginnt zu filmen, und auch seine Freunde fangen an, die markanten Vorfälle ihres Alltags aufzuzeichnen. Aus der persönlichen, in Form eines bunt gemischten Tagebuchs strukturierten Geschichte des Regisseurs bildet sich die Geschichte einer Gruppe von Freunden, eines Quartiers, eines staatenlosen Volkes heraus. Mit heimlich in der Armee aufgenommenen Bildern, Szenen überschwänglicher Freude, wutentbrannten Botschaften aus dem Tumult der Demonstrationen und Bildern von der umherirrenden Suche nach einem inexistenten Ausweg auf kargem Boden steuert der Film auf ein unausweichliches Ende zu. Die anfangs sehr persönliche Erzählung nimmt wie selbstverständlich eine kollektivere Form an, als die Kämpfe, die Abgänge und die Verluste in den Ruinen des Quartiers Yarmouk zunehmen. Der Krieg hält mit der ganzen Wucht seiner Absurdität Einzug im Leben dieser jungen Menschen (die Protagonisten vom Film Les Shebabs de Yarmouk, preisgekrönt an VdR 2013), die als Fremde in diesem Land gelebt haben und nun seiner mörderischen Explosion ausgeliefert sind.

Madeline Robert

Durée
90 min
Année
2017
Pays
Syrien, Libanon
Sektionen
Films W/O World Sales
Regard Neuf
Première
Weltpremiere
Sprache
Arabisch
Untertitel
Englisch, Französisch
Produktion
Mohammad Ali Atassi
Verkaufskontakte
Mohammad Ali Atassidirector@bidayyat.org+9613766632

Regard Neuf

→ Tous les films