Jacqueline Goss
Vereinigte Staaten, 67 min

Die Wetterstation am Mount Washington (1916  m) im Nordosten der USA: Seit 1932 zeichnen Klimaforscher hier unter extremen Bedingungen Temperatur und Windgeschwindigkeit auf. Vor dieser Kulisse vom Ende der Welt erfüllt ein Mann, der wie ein einsamer Marsmensch oder eine Symbolfigur wirkt, seinen wissenschaftlichen Auftrag mit geheimnisvollen Gesten. Später übernimmt ein anderer seine Rolle und vollführt dieselben einfachen Handgriffe. Ringsum rührt sich nichts … und doch sieht alles immer wieder anders aus. Dieser Ort und die atemberaubende Landschaft, die er überragt, zeigen uns in einer Abfolge eindrucksvoller Offenbarungen stets neue Facetten, Tag für Tag und je nach Wetterlage und Jahreszeit: bald menschenleer, bald voller Touristen, versunken in Nebel und Schnee oder von der Sonne überflutet. Virtuos wechseln Bild und Ton vom Konkreten zum Abstrakten, vom Lärm zur Stille, von weiss zu farbig, und durchlaufen dabei eine Reihe subtiler Verwandlungen, die das Blickfeld ganz allmählich leeren oder füllen. Ein kontemplativer Film ohne Dialoge, der uns mit einer Prise Humor neue visuelle und auditive Erfahrungen vermittelt.  Ein Augenblick der Gnade.

Alessia Bottani

Übersetzung BMP Translation

Trailer

Durée
67 min
Année
2011
Pays
Vereinigte Staaten
Sektionen
Internationaler Wettbewerb – Langfilme
Regard Neuf
Sprache
Englisch
Produktion
Jacqueline Goss

Internationaler Wettbewerb – Langfilme

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