Comme des lions de pierre à l'entrée de la nuit

Olivier Zuchuat
Schweiz, Frankreich, Griechenland, 87 min
Weltpremiere

Von 1948 bis 1951 wurden 80‘000 griechische Bürger, die verdächtigt wurden, Anhänger der «kommunistischen Gefahr» zu sein, auf dem Eiland Makronissos interniert. Darunter befanden sich auch zahlreiche Schriftsteller und Dichter, die allen Leiden und Folterungen zum Trotz Gedichte über ihr (Über)Leben in diesem konzentrationslagerartigen Umfeld schrieben. Die Texte wurden z. T. im Boden des Lagers verscharrt und später wiedergefunden. In Comme des lions de pierre à l’entrée de la nuit vermischen sich diese poetischen Schriften mit den Propaganda- und Umerziehungstexten, die permanent durch die Lagerlautsprecher dröhnten. Lange Einstellungen lassen den Blick über die Ruinen schweifen, um dann an fotografischen Archiven «hängenzubleiben». Ein cineastischer Essay, der dafür sorgt, dass eine in Vergessenheit geratene Erinnerung wieder einen Platz in der Realität (eines Ortes) und in der Vorstellung (des Publikums) erhält. Ein Film, der «Bilder sprechen lässt», wie Jean-Daniel Pollet zu sagen pflegte, der seinerseits von Leid und Einsamkeit erzählte und den Ruinen des Mittelmeerraums eine Stimme verlieh.

Carlo Chatrian

Übersetzung BMP Translations

Durée
87 min
Année
2012
Pays
Schweiz, Frankreich, Griechenland
Sektion
Internationaler Wettbewerb – Langfilme
Première
Weltpremiere
Sprachen
Französisch, Griechisch
Untertitelen
Französisch, Englisch
Produktion
Olivier ZuchuatPierre-Alain MeierThanos LambropoulosXavier Carniaux
Verkaufskontakte
Daniela Elstner

Internationaler Wettbewerb – Langfilme

→ Tous les films