Felipe Monroy
Schweiz, Kolumbien, Frankreich | 2018 | 89 min
Weltpremiere
Sprache : Spanisch
Untertiteln : Englisch, Französisch

Der in Genf lebende kolumbianische Regisseur Felipe Monroy setzt mit seinem neuen Film die Aufarbeitung der Geschichte seines Landes fort. Nach vielen Jahren kehrt er nach Bogotá zurück und beginnt, die von Gewalt geprägte Vergangenheit seiner Familie aufzurollen, welche die eines ganzen Landes widerspiegelt. Als der zwischen den FARC und der Regierung eingeleitete Friedensprozess möglicherweise kurz davorsteht, einem über 50 Jahren währenden Krieg ein Ende zu setzen, beginnt der Filmemacher seinen eigenen Versöhnungsprozess, dessen Instrument und Ergebnis der Film ist. Wie geht man mit schlecht verheilten Wunden um? Und welchen Platz kann das Kino in der heiklen Übung des Vergebens einnehmen? Dieser Frage geht Felipe Monroy als Sohn, Bruder, Kolumbianer und Filmemacher nach – und genau hier liegt die Schönheit dieses Films, der den Geistern der Vergangenheit direkt ins Gesicht schaut und sich die widersprüchlichen Gefühle zu eigen macht, die er bei seinem Autor auslöst und mit uns teilen möchte.

Céline Guénot

Trailer

Produktion
José Michel BuhlerCamille LaemleConsuelo Castillo
Vertrieb
José Michel Buhlerjmbuhler@adokfilms.ch+41794316648

Internationaler Wettbewerb – Langfilme

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