Yamina Zoutat
Schweiz, Frankreich, 87 min
Weltpremiere

Das auf der Pariser Seine-Insel Île de la Cité gelegene Gerichtsgebäude erweckt den Anschein einer uneinnehmbaren Festung. Wie Kafkas Schloss hütet es seine Geheimnisse. Es ist ein Ort der Macht. Die Filmemacherin, die mehrere Jahre als Justiz-Kolumnistin tätig war, ist mit seinen Labyrinth-ähnlichen Gängen, Praktiken und Zeremonien gut vertraut. Nun kehrt sie in das Gericht, das mit dem für 2017 geplanten Umzug in seiner jetzigen Form verschwinden wird, zurück. Mit der Kamera in der Hand folgt sie den Spuren ihres eigenen Erlebens. Sie sagt: «Ich setze meine ureigene Erfahrung, meine Emotionen, meine Eindrücke in Szene und stelle sie der Zukunft einer allmächtigen Einrichtung gegenüber». Während sich die heiligen Hallen nach und nach leeren und verstummen, halten die Geister Einzug. Das Gemäuer, die Holztäfelungen, die Wandbespannungen, die vom ständigen Auf und Ab verschlissenen Marmortreppen tragen für immer ihre Spuren. Ihre Reise in die Eingeweide des Tempels der Justiz und des menschlichen Leids wird zu einem Film mit unerhörter Suggestionskraft.

Luciano Barisone

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Durée
87 min
Année
2017
Pays
Schweiz, Frankreich
Sektion
Internationaler Wettbewerb – Langfilme
Première
Weltpremiere
Sprache
Französisch
Untertitel
Englisch
Produktion
Alexandre IordachescuRichard CopansRTS

Internationaler Wettbewerb – Langfilme

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