Philip Scheffner
Deutschland, Frankreich | 2022 | 105 min
Première Internationale
Sprachen : Französisch, Arabisch
Untertiteln : Englisch, Französisch

Eine Bushaltestelle, ein Platz und ein paar Häuserblocks in einem Vorort von Chatellerault, einer französischen Kleinstadt. Die Algerierin Zohra Hamadi kann sich dank mehrerer Metallstangen in ihrem Rücken gerade halten und scheint von ihrer Skoliose, dem eigentlichen Grund für ihre Einwanderung nach Frankreich, befreit zu sein. Ironischerweise hat die Heilung zur Konsequenz  dass der französische Staat ihre Aufenthaltserlaubnis widerruft. Dadurch wird sie  gezwungen unterzutauchen, unsichtbar und unhörbar zu werden. Philippe Scheffner (dem 2018 ein Atelier gewidmet war) entschied sich für das, was er als eine vom Staat aufgezwungene Fiktion bezeichnet, und liess dafür ein bereits begonnenes Dokumentarfilmprojekt fallen. Er erfindet ein Drehbuch und eine Form, die es gelingen, die Wucht und die Absurdität der Geschichte von Rhim Ibrir darzustellen, auf deren Geschichte den Film basiert ist und die bereits in Havarie, einem früheren Film des Filmemachers, mitwirkte und hier die Titelrolle spielt. Mithilfe eines so einfachen wie wirksamen Konzepts, das unter anderem  darin besteht, die Protagonistin im Bild zu isolieren, liefert der deutsche Filmemacher einen eindringlichen politischen Film.

Émilie Bujès

 
Europe, 2022
Havarie, 2016
And-Ek Ghes..., 2016
Revision, 2012
Der Tag des Spatzen, 2010
The Halfmoon Files, 2007
A/C, 2003

Trailer

Buch
Merle KrögerPhilip Scheffner
Kamera
Volker Sattel
Ton
Simon Bastian
Schnitt
Philip Scheffner
Produktion
Caroline Kirbergpong film GmbHThomas MicouletKarim AitounaMeike Martens
Vertrieb
Wouter JansenSquare Eyeswouter@squareeyesfilm.com+436609805377

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