Prayer for a Lost Mitten

Jean-François Lesage
Kanada, 79 min
Weltpremiere

Es wird dunkel im verschneiten Montreal. Menschen warten und geben sich im Fundbüro des städtischen Personennahverkehrs die Klinke in die Hand. Jeder hat etwas verloren, das sich als Symbol eines weit tieferen Verlusts erweist: eine ‚Tuque’ (typische kanadische Pudelmütze), ein Foto, aber auch die Liebe der Familie, ein geliebtes Wesen. Mit dieser Suche, die an Chronique d’un été (1960) erinnert – in dem Edgar Morin und Jean Rouch das Glück der Franzosen erfragten, und aus dem das Genre ‚Cinéma vérité’ entstand – zeichnet Jean-François Lesage im Grunde genommen mit der ganzen Sanftheit und dem Wohlwollen, die sein filmisches Schaffen prägen, die Chronik einer gewissen Menschlichkeit. Nach Conte du Mile End (VdR 2013) und La Rivière cachée (VdR 2018) kehrt er nun mit einem liebevollen und melancholischen Film zurück, der die – auch für Morin so kostbaren – vertrauliche Geständnisse und Gespräche aufzeichnet, auf der Strasse oder beim Essen, während der Schnee ohne Unterlass auf die gedämpfte Stille der Stadt fällt.

Emilie Bujès

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Durée
79 min
Année
2020
Pays
Kanada
Sektion
Burning Lights Internationaler Wettbewerb
Première
Weltpremiere
Sprachen
Französisch, Englisch, x-cre
Untertitelen
Englisch, Französisch
Produktion
Jean-François Lesage
Verkaufskontakte
Clotilde Vatrinetcvatrinet@f3m.ca+15145238530

Burning Lights Internationaler Wettbewerb

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