Anerca, elämän hengitys

Johannes Lehmuskallio & Markku Lehmuskallio
Finnland, 86 min
Weltpremiere

In Zusammenarbeit mit seiner Partnerin Anastasia Lapsui, die der Volksgruppe der Nenzen angehört, widmete Markku Lehmuskallio einen Grossteil seiner Filme den Urvölkern des Polarkreises. In Anerca, Breath of Life, den er mit seinem Sohn Johannes gedreht hat, begegnen die finnische Filmemachern unter anderem den Tschuktschen, den Inuit und den Samen, die lernen mussten, von Russland bis Alaska in Grenzgebieten zu leben, die von den weissen Eroberern im Namen einer todbringenden Ideologie des Fortschritts neu definiert wurden. Durch die Kombination von mit der Kamera erfassten Erfahrungsberichten, Archiven, Gesangsdarbietungen und Tänzen erforschen die beiden Regisseure nicht mehr, wie etwa Flaherty in seinem bahnbrechenden Film Nanook of the North, die traditionellen Lebensweisen dieser nomadischen Völker, die räuberischen Politiken zum Opfer fallen, mit denen versucht wurde, ihre unüberwindbaren Unterschiede zu leugnen, sondern das, was sie „Lebensatem” nennen. Die poetische und zeitgenössische Ethnografie des Films bezieht sich vielmehr auf die innere Welt dieser Völker, die untrennbar mit über lange Zeit entstandenen Existenzformen verbunden ist, wie Fermente einer gemeinsamen Vorstellungswelt, die Körper und Geist auch weiterhin antreibt.
Emmanuel Chicon

Trailer

Durée
86 min
Année
2020
Pays
Finnland
Sektion
Internationaler Wettbewerb – Langfilme
Première
Weltpremiere
Sprachen
Finnisch, Schwedisch, Nord-Samisch, Tlingit-Sprache, Yupik-Sprache, Inuktitut
Untertitelen
Englisch, Französisch
Produktion
Markku Lehmuskallio
Verkaufskontakte
Markku Lehmuskalliolehmuskallio.ma@gmail.com+358505292317

Internationaler Wettbewerb – Langfilme

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