L'Oiseau sans pattes

Valérianne Poidevin
Schweiz, Frankreich, 65 min

«Jean-Yves Durand ist mein Onkel. Ich begleite ihn auf einer Reise in seinem Lastwagen. Er ist Fernfahrer. Eigentlich wollte er Schauspieler werden. Diesen Film möchte ich diesem sensiblen und sehr eigenen Menschen widmen, der es mir ermöglicht hat, meinen Blick auf die heutige Welt zu schärfen» (VP). Onkel und Nichte, von Angesicht zu Angesicht, in einer Beziehung, die sich mit den Landschaften, die die Strasse säumen, und den Stopps entwickelt. Theater und Literatur – alte Leidenschaften von Jean-Yves – treten zutage und verbinden die beiden. Valérianne Poidevin spielt mit ihren zahlreichen Rollen als Filmemacherin und Schauspielerin, als Nichte und Regisseurin.

Die Landschaft ist eher unspektakulär, was aber – als Hommage an das amerikanische Roadmovie – die andere Dimension, wo sich die Reise abspielt, umso mehr hervorhebt: die Zeit. Zwischen Gegenwart und Vergangenheit – L’oiseau sans pattes beweist, dass jede Reise in erster Linie im Geist der Reisenden stattfindet. Ganz im Sinne des Zitats von Nicolas Bouvier: «Man glaubt, dass man eine Reise machen wird, doch bald stellt sich heraus, dass die Reise einen macht – oder kaputtmacht.»

Carlo Chatrian

Übersetzung BMP Translations

Trailer

Durée
65 min
Année
2012
Pays
Schweiz, Frankreich
Sektionen
Helvétiques
Regard Neuf
Sprache
Französisch
Untertitel
Englisch
Produktion
Elena TattiEmilie BlézatThierry Spicher

Helvétiques

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