Eyal Sivan
Frankreich, 58 min

Der während des Golfkriegs 1991 entstandene Film vermittelt zwei stark divergierende Realitäten. Auf der einen Seite die Einwohner Tel-Avivs, die sich aufgrund der US-Intervention im Irak in Sicherheit bringen müssen. Auf der anderen Seite israelische und arabische Arbeiter auf dem Gelände des zukünftigen Freizeitparks Israland. Wo die einen die Nächte in Schutzkellern verbringen, lassen sich tagsüber die israelischen und arabischen Arbeiter über das gegenseitige Misstrauen aus. Hier das Eindringen von Patriot-Raketen in den Luftraum über Tel-Aviv, dort die Entstehung einer von Israelis und Arabern gemeinsam erschaffenen Illusion. Sivan zeigt die Zerbrechlichkeit der Rhetorik Israels, die sich durch ihre ideologische Schwäche selbst gefährdet. Der dem Mythos Israel gewidmete Freizeitpark ist die Kehrseite einer Propaganda-Maschine, die den Menschen trotz des Wissens um die eigentliche Sinnlosigkeit nahe legt, sich in Schutzkellern vor Gasangriffen zu verstecken. Sivan äussert Zweifel an der Art und Weise, wie Israel zugunsten eines politisch-moralischen Konsenses sein eigenes Image manipuliert.

Durée
58 min
Année
1991
Pays
Frankreich
Sektion
Atelier Eyal Sivan
Sprachen
Arabisch, Hebräisch
Untertitelen
Französisch
Produktion
France3État d’Urgence ProductionIMA Productions

Atelier Eyal Sivan

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