Itgaber - Le triomphe sur soi

Eyal Sivan
Frankreich, Israel, 170 min

«Jüdische Nazis gibt es» lautet nur eine der vielen kontroversen Thesen Jeschajahu Leibowitz‘, die in Israel für Empörung gesorgt haben. 1903 im lettischen Riga geboren, floh er 1916 aus Russland und lebte während der Weimarer Republik in Berlin. Als überzeugter Zionist verliess er während der Machtergreifung der Nazis Deutschland und ging nach Palästina, wo er sich mit seiner Frau niederliess. Leibowitz, ein standhafter Verteidiger der Rechte der Palästinenser und von der Notwendigkeit einer Trennung von Staat und Religion fest überzeugt, wurde im Laufe der Jahre eine öffentliche Figur für all jene, die Israels Politik bezüglich der besetzten Gebiete und der Missachtung der Menschenrechte der Palästinenser kritisieren. Eyal Sivan befragt fast drei Stunden lang einen Mann, der an Gott glaubt und junge Leute unterstützt, die den Militärdienst verweigern (er ist für eine Bewegung des «Massen-Ungehorsams»), und der stets betont, dass Israel den Weg der Selbstzerstörung eingeschlagen hat und die besetzten Gebiete endlich zurückgeben muss. Itgaber ist ein bewegendes Porträt intellektueller Würde und eine wertvolle Erinnerung daran, dass wir «keine Angst vor denjenigen haben sollten, die sich über uns lustig machen».

Durée
170 min
Année
1993
Pays
Frankreich, Israel
Sektion
Atelier Eyal Sivan
Sprache
Hebräisch
Untertitel
Englisch
Produktion
Images et CompagniesAmythos FilmsFrance3Ruben Korenfeld

Atelier Eyal Sivan

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