Emanuele Gerosa
Italien, Libanon, Schweiz, 82 min
Première Internationale

Abdallah hatte die kühne Idee, im Gaza-Streifen, seiner Heimat, eine Parkour-Mannschaft auf die Beine zu stellen. Aber eines Tages beschliesst er nach Europa zu gehen. Sein Freund Jehad, der in Palästina geblieben ist, setzt sich für das Training junger Athleten ein, für die Sport in diesem Konflikt der einzige Hoffnungsschimmer ist. Doch als er das Visum erhält, das auch ihm die Ausreise nach Europa ermöglicht, kommen Zweifel auf: Soll er seinen Traum verfolgen, Profisportler zu werden – oder sich weiter für die Jugend seines Landes stark machen? Emmanuel Gerosa filmt feinfühlig die Körper dieser Athleten, die vor dem Hintergrund eines endlosen Kriegs Sprünge üben, die unmöglich scheinen. Parkour nimmt die Gestalt einer politischen Metapher von Palästina an, das von einer schändlichen Mauer umschlossen ist, die die Palästinenser nicht passieren dürfen. Auf diesem Umweg beleuchtet der Film drängende politische Themen, wie etwa das Leben in den besetzten Gebieten oder die schmerzhafte Frage, ob man sein Land verlässt oder bleibt, um sich für die Lösung seiner Probleme einzusetzen.

Elena López Riera

Durée
82 min
Année
2019
Pays
Italien, Libanon, Schweiz
Sektion
Nationaler Wettbewerb
Première
Première Internationale
Sprachen
Arabisch, Englisch
Untertitelen
Französisch, Italienisch
Produktion
Enrica Capra
Verkaufskontakte
chiara sortinosales@fandango.it+0685218137

Nationaler Wettbewerb

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