Kirby Dick & Amy Ziering Kofman
Vereinigte Staaten | 2002 | 84 min
Sprachen : Französisch, Englisch
Untertiteln : Englisch, Französisch

Fünf Jahre lang begleiteten Kirby Dick und Amy Ziering Kofman den Philosophen Jacques Derrida auf seinen Reisen und in seinem Alltag. Nicht ohne Fragen über die Herstellung ihres Films, vor allem angesichts eines der visionärsten Denkers des 20. Jahrhunderts. Wie filmt man einen denkenden Menschen, wie filmt man einen Gedanken? Schritt für Schritt nähern sich die Filmemacher Derrida, stellen seine internationale Anerkennung, aber auch seine Intimität, auf die Probe seiner Denkweise. Denn sie wollen den Geist des Denkers keinesfalls verraten, der sich über den Vorgang des Filmens amüsiert und einen Naturalismus des Fälschers nach Kräften zu verhindern sucht. Nach Derridas Logik muss man bei dem Versuch, eine „Biografie” zu filmen, dekonstruieren und sich den privaten Dingen auf Umwegen nähern: „Wenn Sie die Wahl gehabt hätten, welche Philosophin hätten Sie als Mutter gehabt?” Ein faszinierender und vergnüglicher Tauchgang mit dem Philosophen, in Form eines Filmspiels zwischen den Filmemachern und ihrem Gegenstand, weit entfernt von konventionellen Porträts. Eine Kinematografie von Kirsten Johnson.

 
Aurélien Marsais

 
Produktion
Amy Ziering Kofman

Spezialgästin Kirsten Johnson

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