Daniel Schweizer
Schweiz, 90 min

«Es ist gar nicht möglich, Skinhead und gleichzeitig Rassist zu sein», meint der Sänger einer Ska-Band, «weil Skinheads ohne Jamaika gar nicht existieren würden». Die Skins sind aus der Liebe zur jamaikanischen Ska-Musik hervorgegangen, heute ist die Bezeichnung weitgehend von Rechtsextremen vereinnahmt – zum grossen Ärger der traditionellen Skins.

Gemeinsam mit dem Skingirl Karole begibt sich Daniel Schweizer auf eine interkontinentale Reise, um einem Lebensstil auf die Spur zu kommen, der eine krasse Spaltung erlebt hat. In der Atmosphäre des Punk hatten sich ein paar englische Jungs mit Nazisymbolik effizient gegen die Eltern aufgelehnt und dummerweise machten sich wichtige Bands die Provokation zum faschistischen Programm.

Rund um Plattenläden und Konzertlokale begegnet Karole in freundlicher Atmosphäre auf Exponenten der Szene. Nach Schweden und in die Südstaaten wird sie nicht mitreisen, wo Skinhead Attitude vermehrt auf faschistische Gruppen trifft. Derweil trauen die radikalen Antifaschisten den Motivationen des Filmemachers nicht und verweigern ihm das Gespräch. Das spannende Portrait einer gespaltenen Bewegung.

Jenny Billeter

Durée
90 min
Année
2002
Pays
Schweiz
Sektion
Atelier Samir
Sprachen
Englisch, Französisch
Untertitelen
Französisch, Englisch
Produktion
Werner SchweizerSamir Samir

Atelier Samir

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