Slike sa ugla

Jasmila Žbanić
Bosnien und Herzegowina, Deutschland | 2003 | 32 min
Sprache : Bosnisch
Untertitel : Englisch

Sarajevo 1992: Mitten im Bürgerkrieg fällt eine Granate mitten auf die Strasse eines belebten Wohngebiets. Bei der Explosion verliert ein 20-jähriges Mädchen einen Arm, ihr Vater stirbt, und viele andere Menschen werden verletzt. Wie aus dem Nichts taucht ein französischer Fotograf auf und schiesst Fotos, die ihn berühmt machen werden, anstatt den Opfern zu helfen. Jahre später macht sich Jasmila Žbanić Gedanken über dieses Ereignis, das ihr Leben für immer geprägt hat. Die Cineastin, die selbst mit Grbavica (Goldener Bär auf der Berlinale 2006) bekannt wurde, hat ihre Arbeit schon zu Beginn ihrer Laufbahn auf die Frauen konzentriert, auf ihre Sicht der Männerwelt und auf die Erinnerung an einen Krieg, der auch für sie mörderisch war.  In ihren Spielfilmen (nach Grbavica kam 2010 Na putu heraus), aber vor allem auch in ihren Dokumentarfilmen folgt sie traumatisierten Menschen durch die Horrorszenarien des Konflikts. In Slike sa ugla richtet sie die Kamera auf sich selbst und filmt sich auf den Spuren ihrer ersten Begegnung mit dem Tod und mit der Zerstörung familiärer, sozialer und menschlicher Bindungen.

Übersetzung BMP Translations

Luciano Barisone

Produktion
Zoran Solomun