Mein liebster Feind

Werner Herzog
Deutschland, Vereinigtes Königreich, Vereinigte Staaten, 95 min

In den besten Tagen des europäischen Exploitationfilms, als die Italiener Western in Almería drehten, als blinde Zombies aus Gräbern stiegen und schwarzbehandschuhte Killer sich an hübschen Frauen in der Dusche heranpirschten, war Klaus Kinski der König der schnell und billig gedrehten Filme, die heute Kultstatus haben. Ein vollendeter Schauspieler mit einem hitzigen Temperament, den ausser Werner Herzog keiner ernst nahm. Gemeinsam drehten sie fünf Filme, die Teil des Kanons der Filmgeschichte wurden. Was eine fruchtbare Arbeitsbeziehung hätte sein können, verwandelte sich jedoch in einen Albtraum. Kinski behauptete, Herzog sei ein talentloser Schreiberling, der keinen Verstand für die Schönheit, den Umfang und die schiere Grösse seines Talents habe. Herzog, andererseits, versuchte seine Arbeit vor Kinski zu schützen, den er für einen tobenden Wahnsinnigen zu halten begann. Dennoch blühte Herzog in dieser turbulenten Beziehung auf, aus der einige seiner kultigsten Meisterstücke entstanden, den Krallen des Chaos entrissen. Hin- und hergerissen zwischen Liebe und Hass erzählt der Regisseur in diesem nach dem Tod des Schauspielers entstandenen Film die ganze Geschichte. 

Giona A. Nazzaro

Durée
95 min
Année
1999
Pays
Deutschland, Vereinigtes Königreich, Vereinigte Staaten
Sektion
Maître du Réel Werner Herzog
Sprachen
Deutsch, Englisch, Spanisch
Untertitelen
Französisch
Produktion
Lucki StipetićCafé ProductionsZephir FilmThe British Broadcasting Corporation BBCBRArteWDRYLE The Finnish Broadcasting CompanyThe Independent Film Channel

Maître du Réel Werner Herzog

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