Werner Herzog
Deutschland, 73 min

Fata Morgana, Ergebnis eines mehr als dreijährigen Umherirrens auf dem afrikanischen Kontinent, spiegelt die komplexe Beziehung wider, die Werner Herzog zur Welt, genauer gesagt zur Herkunft der Welt, unterhält. Der in drei Abschnitte gegliederte, von einer aus der indischen Literatur entlehnten und teilweise vom Filmemacher geschriebenen Erzählung aus dem Off getragene Film ist von den widersprüchlichen Empfindungen durchzogen, die die auf dieser Reise gesammelten Eindrücke auslösten. Lange Travellings undPanoramaaufnahmen liebkosen die Landschaften und neigen dazu, Luftspiegelungen hervorzubringen, die eine poetische so wie utopische Natur vor Augen führen. Dass die Szenen zu den Klängen von Leonard Cohens Folk-Musik Abfälle aller Art in den Einstellungen erscheinen lassen und eine melancholische Wendung im Hinblick auf das unheilvolle Schicksal der Erde nehmen, hat damit zu tun, dass Herzog «einen menschenwürdigen Ort für den Menschen» sucht. Bleibt dieses Angebot eines berauschenden Trips mit Öko-Allüren, der entgegen allen Widerständen entschlossen für die Erhaltung einer unberührten Natur eintritt. 

Tom Bidou

Durée
73 min
Année
1970
Pays
Deutschland
Sektion
Maître du Réel Werner Herzog
Sprache
Deutsch
Untertitel
Französisch
Produktion
Lucki Stipetić

Maître du Réel Werner Herzog

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