Bekannte Persönlichkeiten aus der Welt des Kinos werden eingeladen, die Preise des Festivals an FilmemacherInnen zu vergeben, deren Werke sich durch ihre Einzigartigkeit und ihren Ehrgeiz auszeichnen.
Internationaler Wettbewerb – Langfilme
Rémi Bonhomme
Rémi Bonhomme ist künstlerischer Leiter des Internationalen Filmfestivals von Marrakesch sowie von Atlas Workshops, einer Plattform zur Förderung einer neuen Generation von marokkanischen, arabischen und afrikanischen Filmemacher*innen. Von 2009 bis 2020 war er Programmleiter der Semaine de la Critique in Cannes, wo er das Workshop-Programm Next Step ins Leben rief, das Regisseur*innen von Kurzfilmen bei ihrem Schritt zum ersten Langfilm unterstützen soll. Neben seiner programmatischen Arbeit engagiert sich Bonhomme auch als Co-Produzent für Nachwuchstalente. So coproduzierte er beispielsweise die Filme The Dam von Ali Cherri (Directors’ Fortnight, Cannes 2022) und Every Day is a Holiday von Dima El-Horr (TIFF 2009). 2024 gründete er gemeinsam mit der Galeristin Imane Farès die Produktionsfirma Last Dreams Production, die Filme von Regisseur*innen produziert, die sich in ihren Arbeiten auch mit zeitgenössischer Kunst beschäftigen. Die Firma coproduzierte The Tree of Authenticity von Sammy Baloji (Jurypreis, Rotterdam 2025) und stellt derzeit einen Kurzfilm von Ali Cherri fertig.
Lina Soualem
Lina Soualem, geboren in Paris als Tochter eines algerischen Vaters und einer palästinensischen Mutter, ist Filmemacherin und Schauspielerin. Nach einem Studium der Geschichte und Politikwissenschaft an der Sorbonne arbeitete sie als Kuratorin für das International Human Rights Film Festival in Buenos Aires, Argentinien. Ihr erster dokumentarischer Langfilm, Leur Algérie, wurde bei Visions du Réel 2020 uraufgeführt und kam im Oktober 2021 in die französischen Kinos. Der Film wurde mit rund zehn Preisen ausgezeichnet. Sie spielte in vier Langfilmen, gedreht von den Regisseurinnen Hafsia Herzi, Hiam Abbass, Rayhana sowie dem Regisseur Cédric Kahn. Im Jahr 2020 war Soualem Co-Autorin der Serie Oussekine (Disney+) von Antoine Chevrollier. Ihr zweiter dokumentarischer Langfilm, Bye Bye Tiberias, feierte 2023 bei den Internationalen Filmfestspielen von Venedig Weltpremiere und wurde anschliessend auf einer Reihe von Festivals gezeigt, darunter dem Toronto International Film Festival und dem BFI London Film Festival. Bye Bye Tiberias vertrat Palästina bei den Oscars 2024 und wurde bei den Film Independent Spirit Awards 2024, den European Film Awards 2024 sowie den César Awards 2025 in der Kategorie „Bester Dokumentarfilm“ nominiert. Darüber hinaus wurde Lina Soualem im Jahr 2025 mit dem Alice Guy Award als beste Regisseurin des Jahres ausgezeichnet.
Brett Story
Brett Story ist eine preisgekrönte Filmemacherin und Autorin, die mit ihren Arbeiten die formalen Grenzen des politischen Kinos verschiebt. Ihre Filme waren in Kinos und auf Festivals weltweit zu sehen, so etwa beim Sundance Film Festival, beim New York Film Festival, bei Visions du Réel und beim IDFA. Story hat bislang bei vier Spielfilmen Regie geführt, darunter The Prison in Twelve Landscapes (2016) und The Hottest August (2019), und ist Verfasserin des Buchs Prison Land. Ihr jüngster Dokumentarfilm Union (2024), der in Co-Regie mit Stephen Maing entstand, wurde beim Sundance Film Festival 2024 uraufgeführt und mit dem Sonderpreis der Jury für „Art of Change“ ausgezeichnet. Union war weltweit auf über 100 Festivals zu sehen und stand auf der Shortlist für einen Oscar. Brett Story hält einen Doktortitel in Geografie und ist Dozentin für Filmwissenschaft an der University of Toronto. Derzeit arbeitet sie an einem neuen Film über den Schriftsteller John Berger.
Burning Lights Wettbewerb
Ali Asgari
Der Autor, Regisseur und Produzent Ali Asgari ist ein prominenter Vertreter des iranischen Kinos, dessen Filme sich mit dem prekären Leben von Menschen befassen, die in seinem Heimatland am Rand der Gesellschaft leben. Zwei seiner Kurzfilme, More Than Two Hours (2013) und The Silence (2016), wurden bei den Filmfestspielen von Cannes für die Goldene Palme für den besten Kurzfilm nominiert. Der Kurzfilm The Baby wurde 2014 im Kurzfilmwettbewerb der Internationalen Filmfestspiele von Venedig gezeigt. Asgaris erster Langfilm Disappearance feierte 2017 im Rahmen der Wettbewerbsreihe Orizzonti bei den Filmfestspielen von Venedig Premiere. Zudem wurde er in der Programmreihe Discovery des Toronto Film Festivals vorgestellt. Nach mehreren weiteren Kurzfilmen drehte Asgari seinen zweiten Langfilm, Until Tomorrow, der 2022 im Panorama-Programm der Berlinale uraufgeführt wurde. Der dritte, genreübergreifende Langfilm Terrestrial Verses wurde bei den Filmfestspielen von Cannes 2023 in der Sektion Un Certain Regard uraufgeführt und kam in mehr als 10 Ländern weltweit in die Kinos. In Frankreich lockte er über 100.000 Zuschauer, in Italien 26.000 Zuschauer an. Asgaris vierter Langfilm, Higher than Acidic Clouds, ist ein grenzüberschreitender Hybridfilm, der auf der IDFA 2024 zu sehen war. Ebenfalls im Jahr 2024 war Asgari Jurymitglied bei der Reihe Orizzonti der Filmfestspiele von Venedig. Ali Asgari ist Mitglied der Academy of Motion Picture Arts and Sciences. Sein jüngster Langfilm, Divine Comedy, wurde bei den Filmfestspielen von Venedig 2025 in der Reihe Orizzonti uraufgeführt.
Liyo Gong
Liyo Gong ist eine in Brüssel ansässige Filmeditorin, die in den Bereichen Dokumentarfilm, Spielfilm und Experimentalfilm tätig ist. Sie hat eine Reihe von Werken montiert, die auf Festivals wie Cannes, Venedig, Locarno, Visions du Réel, IFFR und NYFF sowie in Institutionen wie dem MoMA, dem Centre Pompidou und dem Hamburger Bahnhof präsentiert wurden. Dank ihres akademischen Hintergrunds in Politikwissenschaft, ihrer parallelen Tätigkeit im Musikbereich und eines kurzen Ausflugs in die Schauspielerei – in Bas Devos‘ auf der Berlinale preisgekröntem Film Here – ist Liyo Gongs Herangehensweise an die Filmgestaltung facettenreich, explorativ und interkulturell. Zu ihren jüngsten Credits zählen Wang Bings Dokumentarfilmtrilogie Youth, Maxime Jean-Baptistes Langfilm Kouté Vwa (der beim 77. Locarno Film Festival mehrere Auszeichnungen erhielt) und Sofie Benoots Essayfilm Apple Cider Vinegar, mit dem sie zum ersten Mal bei Visions du Réel vertreten war. Derzeit arbeitet sie an neuen Filmen von Beatrice Gibson und Stéphanie Roland.
Antoine Thirion
Antoine Thirion ist Filmkritiker und Kurator. Derzeit ist er Mitglied der Auswahlkommission von Cinéma du Réel und Berater des New York Film Festivals. Zuvor war er Mitglied der Auswahlkommissionen der Berlinale und des Locarno Film Festivals. Thirion hat in Frankreich rund ein Dutzend monografische Retrospektiven organisiert (im Jeu de Paume und beim FIDMarseille), hat Performances mit Raya Martin (Asian Arts Theater) konzipiert, Beiträge für Zeitschriften wie Cahiers du Cinéma und Cinema Scope verfasst sowie das Buch Homes – Apichatpong Weerasethakul (Éditions de l’Œil, 2024) herausgegeben.
Nationaler Wettbewerb
Cecilia Barrionuevo
Cecilia Barrionuevo ist Co-Programmleiterin beim Doclisboa und Programmer-at-Large für das Film at Lincoln Center. Sie war künstlerische Leiterin des Mar del Plata International Film Festivals und Co-Programmgestalterin der Programmreihe Neighboring Scenes: New Latin American Cinema des Film at Lincoln Centers. Ausserdem war sie Kuratorin der Documenta Madrid und hat Programme für renommierte Institutionen wie UNIONDOCS, MACBA, Museo Reina Sofía, Viennale und Harvard Film Archive gestaltet. Darüber hinaus ist sie Mitherausgeberin der zweisprachigen Publikation Las Naves Cine. Barrionuevo hat ein Masterstudium im Fach Dokumentarfilm (UAB, Spanien) sowie eine Ausbildung als Filmrestauratorin bei der FIAF/ACE, der Cineteca di Bologna und bei L’Immagine Ritrovata absolviert. Sie war Associate Fellow und Gastwissenschaftlerin an der Harvard University und wurde vom französischen Kulturministerium mit dem Titel Chevalier des Arts et des Lettres ausgezeichnet.
Nicole Reinhard
Nicole Reinhard studierte Filmwissenschaften, Geschichte und Ethnologie an der Universität Zürich. Von 2000 bis 2005 war sie Teil des Leitungs- und Programmteams der Internationalen Kurzfilmtage Winterthur. Anschliessend war sie siebzehn Jahre lang Direktorin des Stadtkinos Basel (2005–2021). In dieser Zeit gründete sie 2009 das Filmarchiv Kinemathek Le Bon Film und rief 2011 das Festival Bildrausch Filmfest Basel ins Leben, das sie als Ko-Direktorin mit aufbaute und prägte. Seit 2021 ist die Schweizer Filmkuratorin und Programmgestalterin Direktorin des Filmpodiums Zürich. Dort möchte sie das Publikum mit innovativen und überraschenden Programmen, Sonderveranstaltungen und einer anspruchsvollen kuratorischen Arbeit wieder stärker mit dem Kino verbinden. Für ihr Engagement für das Autorenkino wurde sie mehrfach ausgezeichnet, darunter mit einem Orden des französischen Kulturministeriums.
Sofia Tocar
Sofia Tocar ist Filmverleiherin und Festivalagentin. Sie leitet den Kurzfilmvertrieb bei Square Eyes, einer in Wien ansässigen Agentur, die sich für mutiges, nicht am Mainstream orientiertes Kino engagiert. Zuvor arbeitete sie für das Institut für Dokumentarfilm in Prag, wo sie die Projekte East Silver Caravan und East Doc Market koordinierte. Tocar hat Kunstgeschichte studiert und ist auch als Kuratorin und Mitgestalterin von Craftivist- und Artivist-Projekten tätig.
Internationaler Wettbewerb – Mittellange und Kurzfilme
Róisín Burns
Róisín Burns hat irische und britische Wurzeln und lebt in Paris. Sie wuchs in Liverpool auf, umgeben vom Mersey Beat-Sound, von Fussballgesängen und dem Wellenrauschen der Irischen See. Ihr erster Kurzspielfilm, Wonderwall, wurde 2025 bei der Semaine de la Critique uraufgeführt. Er erhielt zahlreiche Preise bei renommierten Festivals weltweit und wurde später für den César nominiert. Derzeit dreht Burns einen zweiten Dokumentarfilm, La Lucarne, für Arte.
Stavros Markoulakis
Stavros Markoulakis ist Autor, Regisseur und Filmkurator und lebt in Griechenland und den Niederlanden. Er ist künstlerischer Leiter von Leiden Shorts, wirkt bei der Kurzfilm-Vorauswahl des Internationalen Filmfestivals Rotterdam mit, engagiert sich als Produzent bei der Plattform Producers Connection des Internationalen Dokumentarfilmfestivals Amsterdam und ist Programmleiter beim Anafi International Film Festival. Mit seinen im Grenzbereich zwischen Realität und Fiktion angesiedelten Filmen möchte Markoulakis das gesamte Spektrum von Liebe, Schmerz und Verlust sowie die menschlichen Beziehungen und nicht-menschlichen Verbindungen in unserem Universum erforschen. Seine Werke waren weltweit auf Festivals zu sehen, unter anderem in Clermont-Ferrand, Sarajevo und Palm Springs. Derzeit arbeitet Markoulakis an seinem ersten Langfilm Sunbruise.
Franziska Sonder
Franziska Sonder ist Absolventin des Atelier Ludwigsburg-Paris (Filmakademie Baden-Württemberg und La Fémis). Sie war Teilnehmerin von Ex Oriente 2017, Eurodoc 2018, Rotterdam Lab 2019 und Emerging Producers 2021. Sonder ist Mitgründerin der Produktionsfirma Ensemble Film mit Sitz in Zürich, Mitglied der Schweizer und der Europäischen Filmakademie, Dozentin an der Zürcher Hochschule der Künste und Mitglied des Vorstands der Schweizer Produzentenvereinigung GARP.
Mit Ensemble Film veröffentlichte Sonder zunächst den Kurzfilm The Game von Roman Hodel. Er wurde bei den 77. Filmfestspielen von Venedig (2020) uraufgeführt, war danach über 150 Mal auf Festivals zu sehen und wurde international verkauft (ESPN, New Yorker). Caves von Carlos Isabel García wurde bei den 78. Filmfestspielen von Venedig (2021) im Rahmen der Reihe VR Expanded uraufgeführt. Dida von Nikola und Corina Schwingruber Ilić feierte seine Weltpremiere beim Burning Lights Wettbewerb des Filmfestivals Visions du Réel und wurde mit dem Publikumspreis des Dok Leipzig ausgezeichnet. Loving Highsmith von Eva Vitija wurde in über 20 Länder verkauft. Arctic Link von Ian Purnell wird beim internationalen Wettbewerb DOX:AWARD des CPH:DOX 2026 Premiere haben.
Preise FIPRESCI
Jerry Chiemeke
Jerry Chiemeke ist ein in Nigeria geborener Autor, Journalist und Filmkritiker, der in London lebt. Er berichtet regelmässig vom Sundance Film Festival, der Berlinale, dem Toronto International Film Festival und dem BFI London Film Festival. Chiemeke ist für verschiedene Medienunternehmen und Kulturpublikationen in Grossbritannien, den USA und Nigeria tätig. Sein besonderes Interesse gilt dem Dokumentar- und dem Experimentalfilm, der Repräsentation von Minderheiten sowie Themen des globalen Südens.
Nil Kural
Nil Kural ist eine türkische Filmkritikerin und Filmprogrammiererin, die in Istanbul lebt. Sie war zunächst als Filmkritikerin bei der Tageszeitung Milliyet und dem Kunstmagazin Milliyet Sanat tätig, übernahm dann die Leitung des Flying Broom International Women’s Film Festivals und arbeitete als Beraterin für das International İstanbul Film Festival. Kural war Mitglied der FIPRESCI-Jury bei den Internationalen Filmfestspielen in Wien, Karlsbad, Locarno und Venedig und ist Mitglied der Europäischen Filmakademie. Zudem ist sie Mitgründerin des 2025 ins Leben gerufenen unabhängigen Kollektivs Görültü, das sich Filmvorführungen, Publikationen und öffentlichen Veranstaltungen widmet.
Sabrina Schwob
Sabrina Schwob hat an der Universität Lausanne ein Studium der Literaturwissenschaft absolviert. Sie ist als Kritikerin für das Magazin Ciné-Feuilles tätig, dessen Mitherausgeberin sie von 2017 bis 2022 war. Derzeit unterrichtet sie Französisch an der Burier High School, wo sie auch Filmkurse anbietet.
Perception Change Award
Aziyade Poltier-Mutal
Aziyadé Poltier-Mutal ist Senior Officer of Partnerships im Büro des Generaldirektors der UNO in Genf. Sie leitet das Koordinationsteam des zukünftigen Portail des Nations / Visitor’s Center der UNO in Genf und betreut das Projekt „Perception Change“, das darauf abzielt, das Verständnis und die Bedeutung der Arbeit der internationalen Akteure in Genf zu erweitern. Sie arbeitet seit mehr als 25 Jahren im Bereich der Kommunikation in Public-Relations-Firmen und Organisationen der Vereinten Nationen. In dieser Zeit initiierte und leitete sie erfolgreiche Partnerschaften mit weltweit führenden Werbeagenturen, Medien, Künstlern, Filmemachern, kulturellen Einrichtungen, Sportorganisationen und dem Privatsektor, um die Unternehmenskommunikation zu fördern und Projekte vor Ort zu unterstützen. Aziyadé Poltier-Mutal studierte an der Sorbonne, am Institut für internationale Beziehungen in Paris und am Hochschulinstitut für Entwicklungsstudien in Genf. Ursprünglich aus den Niederlanden stammend, lebte sie viele Jahre in Südamerika und spricht fließend Englisch, Französisch und Spanisch.
François Vioud
François Vioud kam 2016 als Praktikant zum Perception Change Project der Vereinten Nationen in Genf und ist nun Spezialist für Programmmanagement. Er ist insbesondere für die Jugendprogramme zuständig und organisiert zahlreiche Konferenzen mit verschiedenen Klassen von Schweizer Schulen, aber auch öffentliche Veranstaltungen wie Ausstellungen, Sport- und Kulturversammlungen, Tage der offenen Tür, Einweihungen usw. Bevor er zu den Vereinten Nationen ging, arbeitete François Vioud als freiberuflicher Autor für die Ökotourismus-Website Evaneos. François Vioud stammt aus Annemasse in der Haute-Savoie und hat einen Master in Internationalen Beziehungen und Diplomatie von der Universität Lyon III. Er begeistert sich für Filme, Fotografie und die Natur.
Interreligiös
Emmanuel Deonna
Emmanuel Deonna ist freier Journalist und Filmkritiker BR, der sich auf Porträts von Filmschaffenden und Retrospektiven spezialisiert hat. Sein geistes- und sozialwissenschaftlicher Hintergrund sowie persönliche Vorlieben weckten seine Leidenschaft für Filme aus den Jahren 1945 bis 1990. Insbesondere interessiert sich Deonna für die Verbindungen zwischen Fiktion und Dokumentation, Erinnerung, Geschichte und Kino. Seit 2014 besucht er regelmässig die Filmfestivals in Genf sowie Visions du Réel und das Locarno Film Festival. Der ehemalige Co-Vorsitzende des Cercle Martin Buber (2012–2019) ist Mitglied der Communauté israélite libérale de Genève (GIL). Aufgewachsen in einem multikulturellen und multireligiösen Umfeld, engagiert er sich für die Menschenrechte, insbesondere die Rechte von Minderheiten und Migranten.
Christian Georges
Der Journalist und Filmkritiker Christian Georges hat für die Tagespresse in Neuenburg, die Zeitung des Filmfestivals von Locarno und mehrere andere Publikationen in der französischsprachigen Schweiz gearbeitet. Seit fast 30 Jahren moderiert er Diskussionen mit Filmschaffenden im Rahmen des Prix Farel, eines internationalen Festivals in Neuenburg, das sich ethischen, spirituellen und religiösen Themen widmet. Heute ist Georges wissenschaftlicher Mitarbeiter im Bereich öffentliche Bildung und engagiert sich im Netzwerk Cinéducation, in den Komitees von Cinéculture und Reflex sowie in der Unterstützergruppe für das Bundesprojekt „Jeunes et médias“. Er setzt sich für die Kulturvermittlung ein und arbeitet mit zahlreichen Festivals in der französischsprachigen Schweiz zusammen, um Bildungsressourcen für Medienkompetenz zu schaffen.
David Rossé
David Rossé ist seit zehn Jahren Pastor einer evangelischen Gemeinde in Nyon und kennt Visions du Réel als regelmässiger Besucher gut. Er ist ein Fan im Sinne eines Liebhabers des Dokumentarfilms – einer Filmgattung, die vom Leben in all seinen Formen und Facetten zeugt. Als Theologe interessiert er sich vor allem dafür, wie Filmschaffende von menschlichen Erfahrungen erzählen, insbesondere von solchen, die das Weltliche übersteigen.
David Rossé studierte zunächst Wirtschaftswissenschaften und sammelte Erfahrung in der Geschäftswelt. 2014 erwarb er seinen Master-Abschluss in Theologie an der Universität Genf. Neben seinem Studium war er als Jugendleiter in einer christlichen Organisation tätig. Während dieser Zeit wurde ihm als Koordinator verschiedener Projekte die Vielfalt der Kirchen in der französischsprachigen Schweiz und in ganz Europa bewusst.
Bahareh Zareeipolgardani
Bahareh Zareeipolgardani ist Umweltwissenschaftlerin und verfügt über internationale Forschungs- und Projekterfahrung in der Schweiz und in Frankreich. Wenngleich nicht professionell im Filmgeschäft tätig, hat sie seit langem grosses Interesse am Kino und insbesondere an Dokumentarfilmen. Durch Literatur und Film möchte sie Kulturen, Identitäten und soziale Realitäten besser verstehen. Zareeipolgardani arbeitet in verschiedenen Ländern und Kontexten. Sie begreift sich als interkulturelle Übersetzerin, die sich für Offenheit, Respekt und Dialog einsetzt und insbesondere für den interreligiösen Austausch engagiert. Für sie ist Kino ein Ort der Reflexion und des Brückenbaus zwischen Gesellschaften.