Noha Al Madaawy
Frankreich, Ägypten, 15 min

Pendant la nuit ist eine Geste mit Seltenheitswert. Ab den ersten Bildern wird etwas sehr Intimes offenbart. Eine Maniküre, ein inszenierter Vater-Tochter-Dialog, der Vater drängt die Tochter, für die Realität - natürlich die der Männer - auf ihre Träume zu verzichten. Aus dieser ursprünglichen Konfrontation webt Noha Al Madaawy einen subtilen, surrealen und packenden Film, eine Transfiguration der von der «Revolution» ausgelösten Thematik der Freiheit, der darauf hinweist, dass dies weitergehen wird, so lange der weibliche Teil des Sozialgefüges von dieser Dynamik ausgeschlossen bleibt. Die Braut geht an einer dicht befahrenen Strasse, sie hat eine Verabredung mit ihrem Schicksal. Durch den Kopf gehen ihr Fragmente des Schauspiels von Schatten der Vergangenheit - Szenen aus dem ägyptischen Kino der 'Old school', während die Motorroller schwarmweise die Bewegung ankündigen, die eine ganz Gesellschaft ziehen wird in Richtung ... in welche Richtung? Stravinskys Energie zerschellt am Schweigen der Integristen, die Tahrir besetzt haben und mit einer Wasserpistole beschossen werden: ein lächerliches, pikantes und «beschämendes» Attentat, das das Patriarchat in seinen Grundfesten erschüttert.

Durée
15 min
Année
2013
Pays
Frankreich, Ägypten
Sektion
Premiers Pas
Sprache
Arabisch
Untertitel
Englisch, Französisch
Produktion
Ateliers Varan

Premiers Pas

→ Tous les films