Aus westlichen Richtungen

Juliane Henrich
Deutschland, 61 min
Weltpremiere

Deutschland war einmal gespalten. In Ost und West. Ein zerrissenes Land, Menschen, die versuchten, die andere Seite zu sehen. Die Nachkriegsarchi- tektur hält die Erinnerung an diese Zeit wach. Irgendwo in der Vergangen- heit verschollene Leben lasten weiter auf jenen, die heute im sogenannten ‘Westen’ leben. Nach 1989 wurde die Mauer zu einem Gedanken. Aber die Erinnerungen an Stimmen und alte Zeiten sind unauslöschlicher Teil des Lebens jener, die mit dabei waren. Der Film holt eine unter den Bildern unserer heutigen Welt verborgene Welt hervor. Eine neutrale, ferne Stimme erzählt die Geschichte eines Landes, das von zwei gegensätzlichen politischen Systemen zerrissen wurde. Während die Kamera die Oberfläche des heutigen Deutschlands abtastet, gräbt sich die Stimme tief in eine nicht so ferne Vergangenheit. Aus westlichen Richtungen dreht sich um Erinnerungen, deren Bindeglied die graue Nachkriegsarchitektur Westdeutschlands bildet, und die Frage, was genau während der Trennung des Landes mit «der Westen» gemeint war. Ein stilvolles filmisches Essay, das die Themen Grundbesitz und marxistische Ideologie miteinander in Kontakt treten lässt.
Giona A. Nazzaro

Trailer

Durée
61 min
Année
2016
Pays
Deutschland
Sektionen
Compétition Internationale Moyens Métrages
Films W/O World Sales
Première
Weltpremiere
Sprache
Deutsch
Untertitel
Englisch, Französisch
Produktion
Juliane Henrich
Verkaufskontakte
Angelika Ramlowara@arsenal-berlin.de+493026955100

Compétition Internationale Moyens Métrages

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