Karin Bachmann
Schweiz, 9 min
Weltpremiere

In San Basilio, am Stadtrand von Rom, wohnen Menschen am Rande der Gesellschaft, ein Leben geprägt von Gewalt und Misstrauen. Einer der Hauptdarsteller von O Signore Stracciarolo zeigt auf sie, « Was für Spinner ! » sagt er immer wieder, mehr zu sich selbst, aber die Kamera sagt es weiter. Karin Bachmann besucht Gianfranco und Giò, um die Langeweile des Alltags zu dokumentieren. Und den Glauben. Der Film zeigt ihr kleines Reich, durch das die Kamera langsam fährt : Ein Zigeuner-Pärchen, das nach aussen, in das Licht schaut, das sie im Gottesdienst finden, auch wenn dieses Ritual nur aus Verwünschungen und Tränen besteht. Seltsamer Glaube, der sich gegen die Verzweiflung stemmt, die er selber schürt... doch das ist nicht ihr wirkliches Problem. Haben Gianfranco und Giò überhaupt Probleme? Der Film hinterlässt eine Ungewissheit, verstärkt durch die melancholische Stimmung beim Anblick der beiden in ihrer ärmlichen Hütte. Eine Baracke auf einer Baustelle für die einen, ein Hafen des Friedens für dieses Pärchen, das auf wundersame Weise überlebt hat.

Emmanuel Chicon

Übersetzung BMP Translations

Durée
9 min
Année
2012
Pays
Schweiz
Sektion
Premiers Pas
Première
Weltpremiere
Sprache
Italienisch
Untertitel
Französisch

Premiers Pas

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