L'invitée Familière

Lisa Chabbert
Frankreich, 26 min
Weltpremiere

Manue wandelte eine Zeit lang mit der Kamera durch die Gänge der psychiatrischen Klinik, wo sie lebte, als bei ihr «eine Schraube locker» war. Mit ihrer warmen, leicht rauen Stimme beschreibt sie ihrer Invitée familière, ihrer 'vertrauten Eingeladenen' Lisa Chabbert – übrigens eine schöne Bezeichnung für die mögliche Beziehung Filmer-Gefilmter – ihre «Krankheit» mit einfachen, einleuchtenden Worten. Es geht um eine «orgastische Intensität», ein ausgeprägtes Bewusstsein für alles, was um sie herum geschieht und das dazu geführt hat, dass sie zwischen sieben und einundzwanzig Jahren psychiatrisch betreut wurde. Emotionale Verdrängung, diesen inneren, von allen 'normalen' Neurotikern aufgebauten Mechanismus, gab es bei ihr nicht. Es gab nur das unmittelbare Leben. Aber Manue beschloss, «gesund» zu werden, zu jenen zurückzukehren, die sie als die «Lebenden» bezeichnet. Also brachen Lisa und Manue auf und filmten Fetzen von mentalen Landschaften, Gesichter, Situationen, die wie hinter sich geworfene kleine weisse Steinchen dazu dienten, nicht mehr vom Weg abzukommen, die Verbindung herzustellen. Um die welken Blumen der Vergangenheit zu pflücken und die Samen des Werdens zu säen.

Emmanuel Chicon

Trailer

Durée
26 min
Année
2016
Pays
Frankreich
Sektionen
Compétition Internationale Courts Métrages
Films W/O World Sales
Première
Weltpremiere
Sprache
Französisch
Untertitel
Englisch
Produktion
Lisa Chabbert
Verkaufskontakte
Lisa Chabbertlisa.chabbert@gmail.com+33781415272

Compétition Internationale Courts Métrages

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