Au-delà de l'Ararat

Tülin Ozdemir
Belgien, 57 min
Weltpremiere

Am Anfang stehen die Erinnerungen Anaïts, des kleinen armenischen Mädchens, das Tülin Özdemir in ihrem Heimatort Saint-Josse (Belgien) getroffen hatte. Diese kleine Christin war «nicht wie sie». Zur Sondierung der Grenzen und der Macht dieser geläufigen Behauptung nimmt die Regisseurin den Zug in «ihre» Türkei, nach Anatolien, das Land der Ahnen, das bis zum Ararat reicht, der die «natürliche» Grenze zum benachbarten Armenien bildet. Im Verlauf dieser Suche nach der Herkunft trifft sie Armenierinnen und Türkinnen in Istanbul, in der Gegend von Van und schliesslich auch jenseits des Ararat. Was genau wissen sie über ihre Unterschiede, deren zentrales Thema von der einen Gemeinschaft als «grosse Katastrophe» bezeichnet wird, während die andere darin einen Genozid sieht? Wie die Nadel, mit der die 'Oya'-Spitze gearbeitet wird, verläuft diese Reise in Begleitung der anatolischen Frauen in der Stille der Erinnerung, manchmal unterbrochen durch den Wind, ein grundloses Knarren oder eine gesungene Elegie: Özdemir macht diese alte mündliche Tradition, von Frauen überliefert, zu einem echten Ort der Trauer, einem von beiden Völkern geteilten Erbe.
Durée
57 min
Année
2013
Pays
Belgien
Sektion
Compétition Internationale Moyens Métrages
Première
Weltpremiere
Sprachen
Französisch, Türkisch, Kurdisch, Armenisch
Untertitelen
Englisch, Französisch
Produktion
Anton Iffland StettnerMark Daems
Verkaufskontakte
Anton Iffland Stettnerproduction@stenola.com+3225033451

Compétition Internationale Moyens Métrages

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