Die 52. Ausgabe von Visions du Réel geht mit 46’600 Eintritten und Sichtungen zu Ende

Die 52. Ausgabe von Visions du Réel ging am Dienstagabend mit den letzten Online-Vorführungen, 46’600 Eintritten und Sichtungen und dem Ende der Abstimmung im Wettbewerb Grand Angle zu Ende.

Nachdem sich Visions du Réel als eines der ersten Festivals 2020 innerhalb von fünf Wochen vollständig in den virtuellen Raum verlagerte, gehörte es dieses Jahr zu den ersten hybriden Veranstaltungen, mit allen Herausforderungen, die diese Organisationsform mit sich bringt. Die Verwandlung fand erneut innerhalb von wenigen Tagen statt, nachdem am 14. April, dem Vorabend der Festivaleröffnung, die Wiedereröffnung der Kinos erlaubt wurde. Aus praktischer Sicht beschloss das Festival für die Ausgabe 2021, die Sichtungen online auf 72 Stunden und 500 Aufrufe zu begrenzen und sie durch Geoblocking in der Schweiz zu verorten. Die Hybrid-Ausgabe verzeichnete 46’600 Eintritte und Aufrufe.

Bei der diesjährigen Ausgabe handelte es sich um drei Festivals in einem; sie ist ein erfreulicher erster Schritt auf dem Weg zurück in die neue Normalität. Der hybride Charakter der 52. Ausgabe hat es uns ermöglicht, neue Perspektiven auszuloten, die wir im letzten Jahr entdeckt haben, und uns zugleich auf unsere Qualitäten und die Essenz des Festivals zu besinnen. Alle Gäste, Fachleute und Zuschauer*innen, die am Festival teilnehmen konnten, freuten sich sehr, wieder in die Säle zurückkehren zu können, sich erneut austauschen und die – in diesem Jahr ganz besonders – einzigartige Atmosphäre geniessen zu können. Zudem sorgte das Programm für ein grosses Echo in der Presse, die das Festival aufmerksam verfolgte, was uns besonders freut.

Die 52. Ausgabe von Visions du Réel begann am 15. April mit Vorführungen und Online-Meetings. Nach einigen Tagen wechselte das Festival zu einer Hybridform, zunächst wurden Vorführungen für Schulen und Fachpersonen angeboten, dann für die Öffentlichkeit. «Wir freuen uns ausserordentlich, dass mehr als 750 SchülerInnen und Studierende zu den Filmvorführungen in die Kinosäle kamen, mehr als 950 SchülerInnen folgten uns online», erklärt die administrative und operative Leiterin Martine Chalverat. «Das Festival stellte über 2’150 Akkreditierungen aus und verzeichnete 46’600 Eintritte und Aufrufe, das sind sehr erfreuliche Zahlen. Der auf RTS2 ausgestrahlte Eröffnungsfilm erreichte 23’000 Zuschauer*innen.» Die Internetseite des Festivals wurde in nur 10 Tagen von 64’600 Unique Visitors aufgerufen, von denen 45 % aus dem Ausland kamen.

Bei der Preisverleihung vom Samstag, 24. April, ging der Grand Prix von Visions du Réel 2021 an die amerikanisch-äthiopisch-katarische Koproduktion Faya Dayi, bei der Jessica Beshir Regie führte. Neben dem Grand Prix wurde Faya Dayi auch mit dem FIPRESCI-Preis ausgezeichnet, der bei Visions du Réel erstmals verliehen wurde. Looking for Horses von Stefan Pavlović gewann den Wettbewerb Burning Lights. Im Nationalen Wettbewerb wurde Nostromo von Fisnik Maxville als bester Film ausgezeichnet. 

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Die 53. Ausgabe von Visions du Réel findet vom 8. bis zum 17. April 2022 statt.