Jury Compétition Internationale longs métrages 2016


Antoine Duplan

1957 in Lausanne geboren. Parallel zu seinem Literaturstudium arbeitet er als Redakteur und Illustrator für mehrere alternative Zeitschriften (Combat Non-Violent, Rebrousse-Poil) und Fachzeitschriften (Music Scene). Der Musikkritiker bei 24 heures beginnt 1981 als freier Journalist bei L'Hebdo. Zunächst für die Agenda verantwortlich, arbeitet er als Redaktionssekretär, leitet die Kulturrubrik und übt schliesslich die Funktion des stellvertretenden Chefredakteurs aus. Als Kulturjournalist mit Spezialgebiet Kino, interessiert er sich ebenfalls für Comics, Musik und Literatur und wird 2011 Mitglied der Redaktion von Le Temps in Genf. Er war Zep-Jury-Mitglied auf dem Festival d'Angoulême 2005 und des Prix Pathé an den Solothurner Filmtagen 2006.

Abbas Fahdel

Der im irakischen Babylon geborene Abbas Fahdel ist ein französisch-irakischer Regisseur, Drehbuchautor und Filmkritiker. In Frankreich, wo er seit seinem 18. Lebensjahr lebt, studierte er insbesondere unter Anleitung von Eric Rohmer, Jean Rouch und Serge Daney Film und erhielt seinen Doktortitel an der Universität Paris 1 Panthéon-Sorbonne. Im Januar 2002 kehrt er in den Irak zurück und dreht Retour à Babylone. 2008 beendet er mit dem in Ägypten gedrehten L'Aube du monde mit Hafsia Herzi und Hiam Abbass in den Hauptrollen seinen ersten Spielfilm. 2015 kehrt er mit dem monumentalen Homeland (Iraq Year Zero) zum Dokumentarfilm zurück und erhält dafür folgende Auszeichnungen: Sesterce d'Or für den besten Langfilm bei Visions du Réel, den Doc Alliance Selection Award in Locarno, den Preis der Jury und den Publikumspreis in Yamagata, den Grossen Preis und den Publikumspreis bei den Rencontres Internationales du Documentaire in Montréal, den Grossen Preis am DMZ Festival (Südkorea), den zweiten Preis der Jury am Filmmaker-Festival in Mailand und den Publikumspreis am Ficunam-Festival in Mexiko sowie die Tanit d'Argent am Festival von Karthago...

Simone Gattoni

Der 1984 in Broni (Italien) geborene Simone Gattoni zählt zu den renommiertesten, heute in Italien arbeitenden Filmproduzenten. Nach dem Abschluss seines Studiums 2007 führte er Regie für Kurzfilme und arbeitete als Produzent. Am Set von Marco Bellocchios Sorelle Mai begann er seine Zusammenarbeit mit dem Regisseur von Fists in the Pocket. 2011 arbeitete er als Assistent an Pietro Marcellos Dokumentarfilm Il silenzio di Pelesjan, ein beobachtender Film über Artavazd Peleshian, der in Venedig seine Premiere feierte. Im gleichen Jahr arbeitete er – ebenfalls unter der Regie von Marcello – für Marco Bellocchio, Venezia 2011. Für Frammenti (2012), von Gattoni produziert, führte der italienische Meister Franco Piavoli Regie; der Film wurde auf den Internationalen Filmfestspielen von Rom präsentiert. Im gleichen Jahr half er S.B.: Io Lo Conoscevo Bene, dem kontroversen Dokumentarfilm über Silvio Berlusconi unter Regie von Giacomo Durzi und Giovanni Fasanella, auf die Sprünge. 2015 produzierte er Sangue del mio sangue, Bellocchios Vision von modernen Vampiren und abgeschieden lebenden Nonnen. Fai bei sogni ist der zweite, von Gattoni produzierte Film von Marco Bellocchio. 

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