RIAFN (Deutschland)

RIAFN

RIAFN
Hannes Lang
2019, Deutschland, 29′
Weltpremiere
Compétition Internationale Moyens et Courts Métrages

Die Bewohner der Alpen verwenden schon seit jeher eine eigene Sprache, um die Distanz zu wahren, die von der Orografie der Berge auferlegt wird. Der Riafn ist eine Art Dialekt, der auf den verschiedenen Lockrufen basiert ist, mit denen Hirten und Bauern in den Bergen ihre Tiere rufen. Die Bergbewohner haben ihren Alltag auf der Grundlage von Lockrufen, dem Muhen der Kühe, den Gesängen der Hirten oder dem Echo der Berge strukturiert. Eine Art alpines Orchester, das ihnen hilft, die Abgeschiedenheit zu ertragen. Der Film von Hannes Lang lässt uns in diesen einzigartigen Kontext eintauchen, in dem der Akt der Kommunikation nicht auf die verbale Sprache beschränkt ist, in dem sich die Klänge der Natur mit jenen der Menschen überlagern und eine atypische, fast primitive Melodie komponieren. Mit einem rein auf der Beobachtung basierenden Stil ganz ohne Kommentare gelingt es Lang, das rätselhafte und fast surrealistische Porträt dieser alpinen Melodie zu zeichnen. Riafn ist mehr als eine musikalische Doku und nimmt den Zuschauer mit auf die klangliche Erforschung eines Gebiets.

Elena López Riera

  • Sonntag 7 April
  • 17:45
  • Montag 8 April
  • 12:00
Sprache(n)::  Stumm
VdR Ausgabe:  2019

Produktion

Hannes Lang
Mareike Wegener  (Petrolio Film Gmbh)

Verkaufskontakte

Tel. +49176 93191544

Bilder