Naïma (Schweiz)

Naïma

Naïma
Tamara Milosevic
2019, Schweiz, 58′
World Premiere
Compétition Nationale

Nathalie kommt mit ihrem Sohn Gobran nicht zurecht, der Schwierigkeiten mit der Polizei und in der Schule hat. Gemeinsam suchen sie Naïma Serroukh auf, Initiatorin und ehrenamtliche Betreuerin des Projekts Tasamouh, ein Begriff des Korans, der Toleranz, Versöhnung und Vergebung bedeutet. Die seit zwanzig Jahren in Biel ansässige marokkanische Juristin Naïma, eine unabhängige Frau und Muslimin, glaubt an den Dialog, um unter anderem den heute als «Radikalisierung» bekannten religiösen Extremismus zu bekämpfen. Naïma zeichnet mit Direktkino Methoden ein behutsames und bewegendes Porträt dieser «Mutter Courage», die zuhört, erzieht, beruhigt und eine soziale Bindung pflegt, die ständig gestärkt werden muss, genau wie verunsicherte Jugendliche wie Gobran. Tamara Milosevic filmt das Engagement dieser unermüdlichen Alltagsheldin, die tief verwurzelte Vorurteile sowohl innerhalb ihrer Gemeinschaft als auch ihr gegenüber durch eine, wie sie es nennt, «normale soziale Aktion» abbauen will. Mit anderen Worten, eine von jeglicher mitunter hinderlichen Bezugnahme auf eine Religion, die mehr dennje Misstrauen und Ablehnung hervorruft, befreite soziale Aktion. 

Emmanuel Chicon

  • Montag 8 April
  • 16:00
Capitole Leone

Mit anschliessender Debatte

  • Dienstag 9 April
  • 12:00
Sprache(n)::  Französisch, Arabisch
Untertitel:  Englisch, Französisch
VdR Ausgabe:  2019

Produktion

David Fonjallaz
Louis Mataré
Urs Augstburger

Verkaufskontakte

David Fonjallaz

Bilder